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Erklärungen zu den erwähnten Stilen

Musikstilbezeichnung Beschreibung des Stils
Stride

Stride ist ein Pianostil, der in den USA, im New Yorker Bezirk Harlem, entstanden ist. Ein Stride-Pianist spielt ganze Songs mit Variationen auf einem Thema, während mehrerer Minuten, nicht nur ein paar Noten lang,  mit alternierender linker Hand, in ausgedehnten Exkursionen. Ein Stridepianist respektiert die Absichten des Komponisten des entsprechenden Songs, indem er den Zuhörer immer wieder subtil an die melodische Linie erinnert, während er Variationen in einem harmonischen Umfeld spielt. Nicht lediglich eine melodische Linie die ein Mal durchgespielt wird und dann komplett abstrakt, wie es bei einem moderneren Teil des Jazz üblich ist. Die berühmtesten  Stridepianisten sind Thomas 'Fats' Waller, Willie the Lion Smith, Donald Lambert, James P. Johnson, Don Ewell; sie haben alle eine Musikausbildung in klassischer Musik genossen bevor sie Jazzmusik machten - wie die meisten bekannten Jazzmusiker. Auch Duke Ellington, Art Tatum und Count Basie waren hervorragende Stridepianisten, in ihren frühen Jahren auch Thelonious Monk, Errol Garner und George Shearing. Auch Mike Lipskin, Ralph Sutton, Dick Hyman und in der Schweiz  Buddha Scheidegger und Mike Götz gehören zu den Meistern dieses Stils.

Wer Stridepianist werden will muss oft die Meister des Stride anhören und deren Stücke während Jahren spielen, lange genug um nicht mehr nachdenken zu müssen, wie er links und rechts alternieren muss. Eine gewisse Begabung, Ruhe und Beherrschen der Klaviertastatur sind  hierfür unerlässlich, ebenso das Musik spielen ohne ständig die Tastatur beobachten zu müssen.

Ragtime Ragtime ist ein in den USA entstandener Vorläufer des Jazz. Er gilt als „Amerikas klassische Musik“[ und wird heute im Wesentlichen als Klavierstil wahrgenommen, wurde aber zunächst auch auf anderen Instrumenten (insbesondere auf dem Banjo) und von größeren Ensembles gespielt, zuerst im Süden der USA. Besonders bekannt wurde damit Jelly Roll Morton.
Evergreens Ohrwürmer aus dem letzten Jahrhundert mit Improvisationen; Deutsche, internationale sowie auch Schweizer Stücke
Jazz Im Jazz wird viel improvisiert. Es ist im Jazz unmöglich ein Stück perfekt zu spielen indem man es nur vom Notenblatt spielt oder lediglich die Akkordfolgen der Meister nachmacht - Resultat wäre ein mechanischer immer gleicher Micky-Maus Sound. Man muss die Melodie verinnerlichen - Noten sind nur bei Arrangements mehrerer Musiker nötig. Auch bei Countrystücken und Evergreens gibt es Improvisationen.
Alter Jazz

Zu ihm gehören die Jazzstile

- New Orleans

- Dixieland

- Swing

- Blues

- Boogie Woogie

- Ragtime
- Harlem Stride (Erklärung siehe spezieller Punkt)

Spirituals Wurzel des Gospels. Musikrichtung, die in den USA mit Beginn der Sklaverei im 17. Jahrhundert entstanden ist.
Gospels Weiterführung der Negro Spirituals unter Einbeziehung von Jazz- und Blueselementen
Traditioneller Country Traditionelle amerikanische Countrymusik (nicht das, was heute in den amerikanischen Hitparaden häufig als Country zu hören ist und eher der Gattung moderner Schlager angehört..)
Rock'n Roll Rock'n roll ist eine amerikanische Musikrichtung der 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts die das Lebensgefühl einer Jugendprotestkultur darstellt. Typisch für diese Musikart sind relativ kurze Kompositionen im Bluesschema und die rollende aus dem Boogie Woogie stammende Bassline. Er ist die Ursprungsform der Rockmusik. Jerry Lee Lewis und Elvis sind unter anderem frühe Vertreter dieser Musikart.
Blues Blues ist eine vokale und instrumentale Musikform, die sich in der afroamerikanischen Gesellschaft in den USA Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. Der Blues bildet die Wurzel eines Großteils der populären nordamerikanischen Musik. Jazz, Rock, Rock 'n' Roll und Soul sind nahe mit dem Blues verwandt.
Boogie Woogie

Boogie-Woogie ist ein Solo-Klavierstil, der im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts in den USA entstand. Vorläufer war das sogenannte Barrelhouse Piano, ein einfacher ländlicher Klavierstil, in dem bereits um die Mitte des 19. Jahrhunderts schwarze Bluesmusiker ihren Stil von der Gitarre auf das Klavier übertrugen. Der harmonische Ablauf entspricht im Wesentlichen dem Blues-Schema, das Tempo ist im Vergleich zum Blues wesentlich schneller und bedarf einiger technischer Fähigkeiten. Besonders starke Verbreitung fand der Boogie-Woogie durch die so genannten „House Rent Parties“: Der Wohnungsinhaber organisierte einige Flaschen Schnaps und einen oder mehrere Musiker und finanzierte mit dem Eintrittsgeld, das er den Gästen abverlangte, seine Miete. Im ersten Raum wurde gegessen, im zweiten Raum spielte man Karten, im dritten Raum tat man etwas anderes. Auch spätere grosse Jazzpianisten wie Fats Waller, Willie the Lion Smith und J. P. Johnson spielten hier in frühen Jahren. In der Schweiz populär geworden ist der Boogie Woogie durch Che & Ray (Che Peyer und Raymond Fein) , in Deutschland durch Axel Zwingenberger. Link zu einem Boogie Beispiel von Che & Ray in Youtube

Musik ist die Kurzschrift des Gefühls - Zitat von Leo Tolstoi


Email: info@fatshofmann.ch

 

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